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Sachsen- Anhalt


 

         

               

 

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Beispielhafter Altruismus im 3. Reich – aus dem Leben der Schindlers

,,Wer ein Menschenleben rettet, der rettet die ganze Welt“- unter diesem Motto stand die Präsentation der argentinischen Schriftstellerin und Historikerin Prof. Erika Rosenberg am 14. Mai im Gerhart-Hauptmann Gymnasium, die von der Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützt wird. Im Vordergrund ihres Vortrages standen Auszüge aus ihren Biographien über Oskar und Emilie Schindler, die durch ihr Handeln im 2. Weltkrieg das Überleben von ca.1200 Juden sicherten.

Viele kennen den Unternehmer Oskar Schindler aus der Hollywood-Verfilmung ,,Schindler‘s Liste“ von Steven Spielberg. Dort wird er als risikofreudiger, charmanter Mann mit schlechtem Benehmen dargestellt, der Aufmerksamkeit polarisiert. Nachdem sämtliche jüdische Fabrikanten vom NS-Regime enteignet werden, kann Schindler zunächst eine Emaille- und später eine Rüstungsfabrik in Polen erwerben, die kriegsnotwendige Produkte für die Wehrmacht herstellen.

Im Zuge der systematischen Beseitigung von Juden werden jüdische Ghettos liquidiert und Juden deportiert, wo sie nach körperlicher Ausbeutung in Konzentrationslagern vergast werden. Da entschließt sich Schindler, mehr jüdische Arbeiter in der Fabrik zu beschäftigen. Zusammen mit seiner Frau Emilie kümmert er sich um eine bessere Versorgung der Zwangsarbeiter. Er besticht viele hohe NSDAP-Mitglieder , damit seine Judenfreundlichkeit nicht publik und bestraft wird, trotzdem kommt es einige Male zu kurzzeitigen Verhaftungen. Als die Rote Armee vorrückt, wird Schindlers Rüstungsfabrik nach Tschechien verlegt; um die ca. 1300 Arbeiter mitzunehmen, fälscht er deren Personallisten. Alle bei ihm Beschäftigten verdanken ihm ihr Leben bis zur deutschen Kapitulation 1945. Oskar Schindler erhielt dafür mehr als 20 Jahre später zahlreiche Auszeichnungen, wie das Bundesverdienstkreuz.

Oftmals wird Emilie Schindlers zentrale Rolle bei Oskars Werk außer Acht gelassen, findet Erika Rosenberg, die Emilie 1990 in Argentinien kennenlernte und mit der sie sich anfreundete. Als Beispiel für Emilies Verdienst führte sie ihre Entscheidung an, 100 Juden aus einem fehlgeleitetem Güterzug ins KZ Ausschwitz aufzunehmen. Auch wenn im männerdominierten, nationalsozialistischen 3. Reich Frauen keinesfalls so emanzipiert wie im 21. Jhd. waren, versuchte Emilie Schindler bestmöglich ihre Möglichkeiten auszuschöpfen. Sie setzte ihr Leben aufs Spiel, um niedrig klassifizierteren Menschen zu helfen, wofür sie, wenn auch deutlich später als Oskar, ebenfalls mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde. Ob es gleichfalls von Emilies Stärke zeugt, dass sie niemals die Scheidung von Oskar wegen seiner zahlreichen Affären und den ab 1957 getrennten Wohnorten (Argentinien – Deutschland) einreichte, sei mal dahingestellt.

Ein weiterer Punkt in den Lebensläufen der Schindlers, über den Rosenberg kritisch sprach, war die Verfilmung ,,Schindler‘s Liste“. Eigentlich hätte Oskar 10% der Gewinnsumme des Filmes erhalten sollen – beim Erscheinen des Films 1994 war er bereits tot, das Geld hätte Emilie als Witwe bekommen müssen. Sie wurde zwar zur Filmpremiere eingeladen, zu der sie in Begleitung Rosenbergs kam, sah aber nie Geld von Universal Productions. Auf Nachfrage wurde ausgesagt, der Film hätte mehrere Millionen Miese gemacht. Prof. Rosenberg stellte diese Aussage den Schülern des GHG gegenüber als sehr fragwürdig dar.

Desweiteren gab sie einige sehr intime Momente ihrer Freundschaft zu Emilie Schindler zum Besten, animierte zum Fragen und beantwortete diese. Die Meisten schienen damit etwas überfordert, sie hatten eine Vorlesung erwartet. Akustische Probleme taten ihr Übriges – die Kommunikation gestaltete sich schwierig. Dazu kam noch, dass Rosenberg anscheinend eine allgemeine Geschichtskenntnis der Schüler voraussetzte. Insbesondere jüngere Jahrgangsstufen schienen sich jedoch noch nicht ernsthaft mit jüngerer deutscher Vergangenheit auseinandergesetzt zu haben, so dass sie nicht den historischen Kontext zu Rosenbergs Erzählungen Mitte des 20. Jhd. kannten. Trotz eines Programmzettels wären daher auch ein paar allgemeine Fakten der Nazi-Zeit angebracht gewesen.

Ansonsten war es sehr interessant, Erlebnisse von Zeitzeugen vorgetragen zu bekommen. Aus Zeitgründen konnte leider keine Diskussion zwischen den Zuhörern und Rosenberg mehr stattfinden, die nachklingende Botschaft der Professorin, Frieden zu wahren, bildete alternativ einen inhaltlich wichtigen Abschluss der Veranstaltung.

Tabea Günther, Klasse 11d, Gerhart-Hauptmann-Gymnasium

 

Exkursion zum Druckzentrum Barleben und Magdeburger Dom

Es war Donnerstag, der 16. Mai, als wir, die Schüler der Klassen 8a und 8d, uns in aller Frühe um 7.20 Uhr an der Zindelturnhalle trafen, um gemeinsam mit unseren Lehrern den Weg nach Magdeburg zum Druckzentrum Barleben anzutreten. Die eineinhalbstündige Fahrt dorthin vertrieben wir uns gut durch Schlafen und Musik hören.
Als wir dann um 9 Uhr in Magdeburg eintrafen, waren wir alle schon gespannt auf die anstehende Führung durch das Druckzentrum. Die Führung begann dann schließlich mit einem Abstecher in die Redaktion, in welcher wir Weiteres zum Ablauf beim Verfassen eines Zeitungsartikels erfuhren und einen Einblick in die Arbeit der Redakteure bekamen. Danach wurden wir durch die Druckanlage geführt. Trotz der Lautstärke der Maschinen war es sehr interessant und gut verständlich, den Druck einer Zeitung beobachten zu können, vor allem, da wir den ganzen Betrieb sahen, von der Lagerung der riesigen Papierrollen bis hin zur Verpackung der fertigen Zeitungen. Während dieser Führung erfuhren wir nebenbei interessante Fakten, wie z.B. dass eine Zeitung überall auf der Welt nur mit vier Farben bedruckt wird – Magenta, Yellow, Cyan und Black – sowie dass eine Papierrolle ca. 33 km Papier beinhaltet und aus Schweden geliefert wird, und auch der genaue Ablauf des Druckes und wie die Maschinen funktionieren, wurde uns erklärt.

Nach der Führung durch das Druckzentrum fuhren wir in die Magdeburger Innenstadt, wo wir zweieinhalb Stunden Freizeit hatten, welche die meisten von uns zum Shoppen im Allee-Center oder zum Mittagessen bei Vapiano, Subway und Co. nutzten. Andere führten einen netten Plausch mit den Lehrern und wurden auf einen Kaffee eingeladen, bis wir uns schließlich um 14 Uhr am Magdeburger Dom wiedertrafen.
Die Führung durch den wunderschönen Magdeburger Dom war sehr aufschlussreich, sogar für diejenigen von uns, die diesen schon im Voraus besucht hatten. Während der Führung wurden uns Informationen offenbart, wie der gotische Baustil des Doms, und dass der Dom einer sehr lange Bauzeit bedurfte, bis er in seiner vollen Pracht vollendet wurde. Man sollte dazu jedoch anmerken, dass für damalige Verhältnisse der Bau relativ zügig vonstatten ging, der Dom jedoch zwischenzeitlich sogar zu Stallungen oder als Unterkunft für Flüchtige umfunktioniert wurde. Ebenfalls war er einst bunt und fast schon kitschig gestaltet und strahlte noch nicht in dem Weiß des blanken Mauergesteins. Nur ein kleiner Teil wird noch von Farbe geziert. Heute wird der Dom zwar nicht mehr von Farbe geschmückt, aber dafür von mehreren Altären, zwei Orgeln, einem jahrhundertealtem Taufbecken und vielen wunderschönen Bildhauereien.
Als die einstündige Führung dann vorbei war, traten wir den Rückweg an, welcher wieder von viel Musik begleitet wurde. Als wir, Lehrer wie auch Schüler, dann um 16.45 Uhr in Wernigerode eintrafen, waren wir zwar ein wenig erschöpft, jedoch voll von neuem Wissen und tollen Erinnerungen an diesen wunderschönen Tag, die uns hoffentlich noch eine Weile begleiten werden. Abschließend kann man sagen, dass der Tag sehr gelungen war und wir viel dazu gelernt haben.


Johanna Schäfer, 8D

 

Sportfest im Schuljahr 2018/2019

Bundesjugendspiele- Leichtathletik / Sportabzeichen 2019

 

Termin: Donnerstag, 23. Mai 2019 , 7.30 Uhr - ca. 13.00 Uhr

 

Ort: Sportforum Wernigerode, Kohlgartenstr.

 

Disziplinen der Leichtathletik:

5. Klassen 50m, Weitsprung, Ballwurf, 800m Staffellauf

6. Klassen 50m, Weitsprung, Ballwurf , 800m Staffellauf

7. Klassen 75m, Weitsprung, Kugel (3/ 3 kg ) 800m Staffellauf

8. Klassen 75m, Weitsprung, Kugel (3/ 4 kg ) 800m Staffellauf

9. Klassen 100m, 800m, Standweitsprung, Seilspringen

10.Klassen 100m, 800m, Standweitsprung, Seilspringen

 

Zeitlicher Ablauf:

7.45 Uhr Treffen der Wettkampfgerichte und betreuende Lehrer Sprint, 800m, Seilspringen, Standweitsprung

7.45 Uhr Treffen der Klassen 9 und 10

8.00 Uhr - 11.30 Uhr Vierkampf der Klassen 9/10

danach Klassenturniere Volleyball, Basketball

9.20 Uhr Treffen Klassen 5 bis 8, Wettkampfgerichte Weitsprung, Wurf, Kugel

9.30 Uhr- 13.00 Uhr Vierkampf und Staffel, Sportabzeichenstationen

 

Hinweis: Die Klassenleiter bestellen die Schülerinnen bzw. Schüler bereits in Sportbekleidung zum Sportforum. Attestierte Schülerinnen und Schüler werden als Kampfrichterhelfer eingesetzt. Das Sportfest endet mit einer zentralen Verabschiedung, vorher darf niemand das Sportgelände verlassen.

Wanderausstellung zu Demokratie am GHG

 

Unter dem Titel „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ findet vom 6.5.2019 bis 17.5.2019 eine Wanderausstellung der Friedrich Ebert Stiftung im Lichthof des Raabe-Gebäudes des Gerhart- Hauptmann Gymnasiums Wernigerode statt. Das Ziel der Ausstellung, die aus 15 Aufstellern auf 45 qm besteht, ist es, auf die Gefahren des Rechtsextremismus hinzuweisen, diesen zu bekämpfen und in diesem Zuge zu verdeutlichen, dass eine Demokratie aus Rechten und Pflichten besteht und keinesfalls selbstverständlich ist.

Einige Schüler der zehnten Klassen begleiten in den nächsten zwei Wochen die Klassen 7-9 durch die Ausstellung und führen sie in die Themengebiete Demokratie und Rechtsextremismus ein. Um durch die Ausstellung führen zu können, erhielten die Vertreter der Klasse zehn in einem anderthalbstündigen Workshop Informationen und Hinweise von den Mitarbeitern der Friedrich Ebert Stiftung aus Magdeburg Marie Reichelt und Wolfgang Höffken. Danach fand die offizielle Eröffnung der Ausstellung durch Wolfgang Höffken, mit den Ehrengästen Frau Lisowski als Vertreterin der Stadt Wernigerode und Herrn Fischer als Vertreter des Elternrates, statt.

Das Gerhart- Hauptmann Gymnasium freut sich auf zwei interessante Wochen rund um das Thema Demokratie mit aufschlussreichen Diskussion zwischen den Schülern.


Julia Diesener, 10A

 

Baumaßnahme Diesterwegschule

Am kommenden Montag werden im Bereich der Grundschule Diesterweg umfassende Zaunarbeiten beginnen. Bereits am heutigen Freitag, dem 10.05.19, wird dafür auf dem Grundstück ein Bauzaun gestellt. Ab Montag, den 13. Mai wird die alte Zaunanlage entfernt und nach und nach eine neue errichtet. Diese Baumaßnahme macht eine veränderte Wegführung in diesem Bereich notwendig. Schülerinnen und Schüler können im unteren Bereich der Gustav-Petri Straße und entlang der Straße Unter den Zindeln den Fußweg entlang der Grundschule nicht benutzen. Dieser Bereich wird gesperrt.

Fußgänger werden auf die andere Straßenseite umgelenkt, wo sie allerdings dann die Einfahrt zum Parkplatz Ochsenteich queren müssen.

Vorerst wird diese Wegführung ca. 4 Wochen Bestand haben. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn der neue Zaun gesetzt wird, wird es ebenfalls noch einmal zu dieser veränderten Wegführung kommen.

RoboCup German Open 3. - 5. Mai 2019

team 13Trotz Abiturvorbereitung haben Till Fleisch und Johannes Meinck aus der 12. Klasse zusammen mit Jeremia Walter aus der 11. Klasse sich auf  den 6. Platz von 12 Mannschaften bei den Deutschen Meisterschaften im Robocup gekämpft bzw. sie haben ihre Roboter für sich kämpfen lassen.

RoboterWeb

Nach dem Mathematikabitur am Freitag sind wir nach Magdeburg gefahren und es wurden bis zur Schließung der Wettkampfhallen um 19 Uhr Verbesserungen an den Robotern vorgenommen. Am Sonnabend früh um 8 ging es weiter.       Die ersten beiden Spiele gingen noch verloren, aber Aufgeben kam nicht in Frage! Lockere Kabel, komisch reagierende Kompasssensoren, schwächelnde Motorhalterungen - die Genies hatten das Chaos jederzeit im Griff! Die Chaostasche

Und dann ging es aufwärts! Die nächsten drei Spiele konnte das team_13  (so der langjährige Teamname, entstanden aus Ideenlosigkeit im Jahr 2013) für sich entscheiden. Bis zum Ende wurden die Software verbessert und Hardwareschwächen behoben und wenn das Abi nicht gewesen wäre... Wer weiß? Aber auch so können die Drei stolz auf ihre Leistung sein und wir gratulieren ganz herzlich!!!                                    

gesamtfotoWeb   


                                                                                                                                                     

pompa septimae classis

 

Abschluss

Salvete! Wir, die Lateinschüler der 7.Klasse des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums, veranstalteten am Dienstag, dem 16.4., einen römischen Triumphzug. Wir planten in den vorherigen Stunden die pompa septimae classis und bastelten Schilder, Schwerter, eroberte Schätze und andere Requisiten. Vom Raabegebäude über den Marktplatz bis zum Westerntor zogen wir als senatores in weißen Gewändern, gefolgt von Darstellungen der eroberten Gebiete, einem weißen taurus als Schlachtopfer, Gefangene, einem Triumphwagen mit servi, Feldherrn in rotem Mantel und dem Sklaven, der den Lorbeerkranz halten muss. Das Ende des Umzugs bildeten eine Schar von bewaffneten milites. Unser Abschlussfoto zeigt das Ergebnis unseres bunten, lehrreichen und fröhlichen Unterrichtsgangs. Valete!

Impressionen des diesjährigen Talentefestes

Talente am GHG

Am 4. April fand unser Talentefest statt. Dort präsentieren jedes Jahr die Schüler des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums ihre Begabungen. Von Rezitationen, über Gesang und Tanz war alles dabei.
Eingeleitet wurde der Komplex A von dem Belchbläserensemble der Kreismusikschule Harz.
Darauf hin stellten sich unsere Moderatoren Luca Siede, Lukas Lößner und Lea Brandenburger vor.

Nach dem Auftritt des Kinderchores mit Flötenbegleitung folgte Gesang zweier Schülerinnen aus der siebten Klasse. Francesca Günther und Helena Sternitzke sangen den Song ,,People help the people``.Nach vier weiteren Auftritten folgte der Komplex B mit viel Gesang. Highlight dieses Komplexes war ganz klar Iring Pentzlin mit seinem Rap von Tobi Nice ``Scheinheilig´´, womit er viel Begeisterung auslöste.

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Einige Stimmen der SchülerInnen über den Schüleraustausch mit PALENCIA

span1„Der Schüleraustausch mit Spanien war ein wundervolles Abenteuer, das ich nie vergessen werde.“
Ein großer Dank gilt auch an Frau Domsgen und Frau Lößner, denn nur durch sie ist dieser Austausch möglich geworden. ¡Muchas gracias!“
„Der Schüleraustausch nach Spanien war eine einzigartige Erfahrung!“
„Die Organisation des Austauschs war sehr gut, denn an jedem Tag war etwas geplant und es war trotzdem nicht zu viel, so dass man immer noch Zeit für eigene Ausflüge nutzen konnte. Durch diesen Austausch konnte man die spanische Kultur besser kennenlernen, aber auch das wundervolle Essen. Ich habe in den zwei Wochen auch viele neue Wörter kennengelernt. Außerdem ist es eine neue Motivation für mich, Spanisch verstärkt weiter zu lernen, um mich beim nächsten Besuch noch besser verständigen zu können.
„Unsere Austauschpartner waren unglaublich lieb! Wir Schüler sind richtig zusammengewachsen und eine super Gemeinschaft geworden. Es hat viel Spaß mit ihnen gemacht und ich werde diese Zeit vermissen.“        ( Siehe weitere Eindrücke und Bilder.)

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Theaterbesuch Klasse 11/12

Rezension zum Theaterstück „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“


„Ihr aber lernet, wie man sieht, statt stiert und handelt, statt zu reden noch und noch. So was hätt' einmal fast die Welt regiert! Die Völker wurden seiner Herr, jedoch dass keiner uns zu früh da triumphiert – Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“ Dies sind die abschließenden Worte aus Bertolt Brechts epischen Theater „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“, welches er in nur wenigen Wochen im März/April 1941 in Helsinki schrieb. Uraufgeführt wurde es jedoch erst nach seinem Tod am 10.11.1958 im Württembergischen Staatstheater Stuttgart unter der Regie von Peter Palitzsch, da Brecht „mangelnde politische Reife des deutschen Publikums“ fürchtete. In der damaligen DDR wurde das Theaterstück erst 1959 mit dem Berliner Ensemble uraufgeführt. Brechts Ziel war die Bekämpfung der Unkenntnis über den Nationalsozialismus. Er wollte vergangene Vorgänge dieser Zeit in die Erinnerungen der Menschen rufen und zeigen, dass der Faschismus keinen Einzelfall darstellt.
Das Stück handelt vom Aufstieg des Gangsterchefs Arturo Ui, welcher für Adolf Hitler steht. Einzelne Stationen seines Aufstiegs werden aufgezeigt, was eine Vielzahl von Figuren, Zeitsprüngen und Ortswechseln zur Folge hat. Ui wird Beherrscher des Gemüsehandels der Großstadt Chicago, da die Wirtschaftskrise den Gemüsehandel ins Wanken bringt und Ui den Händlern seinen Schutz, natürlich gegen Geld, anbietet. Auf seinem Weg an die Macht ist er skrupellos und scheut keine Opfer.
„Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ ist aufgrund des von Brecht vorausgesetzten detaillierten Wissens um Personen und Ereignisse kein leichtes Theaterstück, da man ohne dieses die konkreten Zusammenhänge des Stücks nur schwer versteht. Doch das lässt Dagmar Schlingmann in ihrer Inszenierung im Staatstheater Braunschweig nicht zum Problem werden. Die Handlung ist auch für Leute, die das Buch vorher nicht gelesen haben, sehr gut verständlich und nachvollziehbar. Es ist zweifellos erkennbar, dass beispielsweise die Gangsterbande die NS-Großfunktionäre darstellen soll. Die Handlung wird nie zu albern, aber zum Teil sehr witzig und humorvoll dargestellt, sodass auch Jugendliche durchaus gefallen an dem Stück finden können. Besonders sollte die schauspielerische Leistung der Darsteller erwähnt werden. Die Handlungen und Empfindungen der einzelnen Charaktere sind glaubwürdig, nachvollziehbar und in sich schlüssig dargestellt. Vor allem die Figur des Ui ist perfekt gespielt und der typische Hang zum Verrückten durch trotziges kindisches „Ichichich“ rufen, rumlümmeln auf der Bühne oder den abrupten Wechseln zwischen ernst und albern sein, sehr gut ausgedrückt. Außerdem lässt das Theater viel Interpretationsspielraum. So tritt beispielsweise ständig eine Frau auf die Bühne, die nebenbei tanzt oder stupide Worte und Teilsätze der anderen Personen wiederholt und singt, was auf Dauer allerdings e

her anstrengend ist. Ihre Rolle oder Funktion ist aber bis zum Schluss nicht ganz deutlich geworden. Das Bühnenbild ändert sich ständig, da nur einzelne Teile des Aufstiegs gezeigt werden, wodurch ein Tempo erzeugt wird und eine Konfrontation der Ereignisse beim Zuschauer bewirkt. Trotzdem ist immer leicht erkennbar, an welchen Orten sich die Szene abspielt. So sitzen beispielsweise die Gemüsehändler auf ihren Gemüsekisten und die Gangster auf einer Treppe. Sehr gut umgesetzt ist die Darstellung der Angst als ein Eimer mit Mehl mit der Aufschrift „Angst“. Die Schauspieler bedienen sich im Verlauf des Theaters regelmäßig an diesem Eimer und streuen sich Mehl ins Gesicht. Eine Besonderheit der Aufführung ist der Ausfall eines Darstellers aus gesundheitlichen Gründen. Dieses Problem ist kurzfristig gut gelöst, in dem der Text vom Bühnenrand eingespielt wird. Die Inszenierung Schlingmanns endet mit dem Satz: „Jetzt könnt ihr wählen.“ Somit ist das Ende sehr offen und nicht wie der eigentliche Schluss Brechts. Durch diesen Satz wird ein bleibender Eindruck beim Publikum geschaffen und eine Reflexion und Stellungnahme der Zuschauer, wie man Hitler hätte aufhalten können, gefordert.
Abschließend lässt sich sagen, dass das Theaterstück in jedem Fall empfehlenswert ist. Verschiedene Möglichkeiten Hitler aufzuhalten kommen gut zur Geltung, da im Verlauf des Theaters mehrere Entscheidungen hätten getroffen werden können um den Aufstieg Uis zu verhindern. Die Gesamthandlung ist glaubwürdig und schlüssig. Außerdem wird klargestellt, dass der Faschismus kein Einzelfall ist, sondern immer noch aktuell. Das Theater ist auch für Jugendliche geeignet, da die Sprache passend zum Inhalt relativ einfach gehalten ist und somit auch junge Erwachsene dem Stück gut folgen können. „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ ist folglich ein sehr gelungenes Theaterstück mit wichtigem historischem Inhalt.

Anjeli Nadda, 11d

 

Hauptmänner präsentieren ihre Projekte beim Landeswettbewerb in Magdeburg

Am 27. und 28.03.2019 ging es für die Jungforscher wieder los zum Landeswettbewerb nach Magdeburg. Nach der Ankunft und dem Aufbau der Projekte fand die Präsentation vor der Jury statt. 
Der Bowlingabend mit abschließendem Abendessen bot dazu eine gute Abwechslung und ermöglichte den Austausch von Erfahrungen mit anderen Teilnehmern. Am nächsten Tag wurde die Ausstellung für Besucher geöffnet und die Ergebnisse wurden durch die Siegerehrung gelüftet. Dabei erreichten die Hauptmänner einen Landessieg in der Sparte Arbeitswelt Schüler experimentieren durch die Co 2 -Ampel von Leander Gomes und Eric Schröder, einen dritten Preis in der Sparte Arbeitswelt Jugend forscht durch Sophie Jokel aus der Klasse 12 C und eine weitere dritte Platzierung in der Sparte Technik Jugend forscht durch Tim Hahnemann 11 C und Moritz Mittenzwei. Alle drei Projekte wurden außerdem mit Sonderpreisen prämiert.
Vielen Dank an unsere Betreuungslehrerinnen Frau Rackwitz und Frau Feuerstack.Jufo19Tim Hahnemann, Klasse 11c


 

Theateraufführung "Faust to go"

Rezension „Faust to go“


„Das also war des Pudels Kern.“ So heißt es bekannterweise in Goethes Lebenswerk „Faust“, welches die Theaterlandschafft e.V. aus Friedrichsbrunn/Harz in einer eigenen Inszenierung unter dem Titel „Faust to go“ präsentierte. Die Theaterlandschafft e.v. ist ein Netzwerk von Künstlern unterschiedlichster Sparten, wobei in der Inszenierung “Faust” zwei Schauspieler, ein Mann und eine Frau, ihr Talent darboten. Mit wenigen Mitteln wurde ein Bühnenbild hergestellt, welches sehr viel Liebe zum Detail zeigte, denn es stellte ein Haus aus Büchern dar, welches perfekt in die Atmosphäre passte. Eine große Rolle spielten auch Licht- und Toneffekte, die das Stück unterstützten und lebhafter wirken ließ. Da nur zwei Schauspieler spielten, wurden bestimmte Rollen als Doppelrolle besetzt, so wurde der Teufel Mephisto und Gretchen von derselben Person gespielt, wobei die Wechsel stets professionell und nicht chaotisch wirkten. Auch kamen Puppen zum Einsatz, die von den Schauspielern selbst gesprochen wurden und das Problem der wenigen Schauspieler behoben, wobei sie gut in den Rahmen passten. Das Schauspiel dauerte ca. 1,5 Stunden, daher auch der selbst gewählte Titel „Faust to go“, denn das Original wurde stark gekürzt und abgewandelt, wobei inhaltlich fast ausschließlich der Konflikt um Faust, Mephisto und Gretchen behandelt wurde. Meiner Meinung nach war die schauspielerische Leistung grandios, denn die Akteure haben perfekt miteinander harmoniert. Auch die Versform, in der Faust zum größten Teil verfasst ist, wurde beibehalten und sorgte für eine angehnehme und authentische Atmosphäre, die passend für die Zeit, in der das Drama spielt, ist. Allerdings wurde diese Atmosphäre von modernen Einlagen unterbrochen, beispielsweise wurde ein Papp-MacBook der Firma Apple und ein E-Gitarren Solo sowie ein Rap-Song eingebaut. Ich finde, dass dies mit der eigentlichen Stimmung, die von der eigenen Interpretation geschaffen wurde, nicht harmonierte und es kippte meine persönliche Stimmung. Alles in allem gefiel mir diese Art von Goethes Faust jedoch sehr gut und auch wenn der Originaltext mir nicht bekannt ist, war es gut zu verstehen und man ließ sich schnell mit in das Geschehen ziehen.

Julia Kösterke, 10a