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Theaterexkursion "Terror"

Ist die Würde des Menschen doch antastbar? Mit dieser Frage beschäftigte sich Ferdinand von Schirach in seinem Justiz- Drama „Terror“.
Am 14.03.2017 besuchten die zehnten und elften Klassen des Gerhart- Hauptmann-Gymnasiums, eine Inszenierung des Stücks im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweigs unter der Regie von Nicolai Sykosch.
Für diesen Abend verwandelte sich das Theater in einen Gerichtssaal. Dem Angeklagten, Lars Koch (Philipp Grimm) wurde 164-facher Mord vorgeworfen. „Als ein gekapertes Passagierflugzeug auf die Allianzarena in München zusteuerte, habe er sich gegen den Befehl, es nicht abzuschießen, widersetzt und damit 70 000 Menschenleben gerettet“, so sein Verteidiger (Moritz Dürr). Staatsanwältin Nelson (Martina Struppek) beharrt auf dem Punkt, er habe das Grundgesetz verletzt und die Würde des Menschen angetastet.
Durch viele Argumente beider Seiten, aber auch von Zeugenaussagen hin- und hergerissen, musste das Publikum zum Schluss das Urteil fällen. Nach einer 20- minütigen Pause wurden die Entscheidungen der Zuschauer noch
einmal auf die Probe gestellt, denn die Plädoyers der Staatsanwältin und des Verteidigers widersprachen sich sehr, sodass das Urteil nicht leicht viel. Lars Koch jedoch wurde freigesprochen. 175 Personen stimmten dafür, 77 dagegen. Damit entschied das Publikum, dass die Würde des Menschen doch antastbar ist.
Nach der Aufführung wurde untereinander noch viel diskutiert, und das Stück ist sehr empfehlenswert, denn durch brandaktuelle Themen werden Recht und Moral auf die Probe gestellt. Für jeden, der sich die Frage stellt, „ Ist die Würde des Menschen doch antastbar?“, ist das Drama sehenswert.

Elisabeth Schließburg, 10c