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Projekttag zum Thema Migration

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Die Meinungen zum zurzeit aktuellsten Thema der Medien und Politik gehen oft sehr weit auseinander. Das Wort „Flüchtling“ ist mittlerweile wohl in vielen Köpfen mit negativen Gedanken verbunden. Doch es ist wichtig, sich bei der ganzen Angelegenheit zu informieren.
Deshalb hatten die Schüler und Schülerinnen der 10. Klasse des Gerhart-Hauptmann Gymnasiums am 2. März 2016 die Möglichkeit einen tieferen Einblick in die Thematik zu erhalten. Die Mitarbeiter der Diakonie in Halberstadt, Stefanie Rademacher und Christopher Bänecke, leiteten den fünfstündigen Workshop und eröffneten die Veranstaltung mit einem informativen Vortrag über Fluchtursachen, Asylpolitik, sowie Integration  und klärten über Vorurteile auf. In Gruppen aufgeteilt, besuchten die Schüler drei verschiedene Stationen, in denen jeweils unterschiedliche Aspekte im Mittelpunkt standen.
So gab es zum Beispiel eine Gesprächsrunde mit der Iranerin Mariya Kargar. Sie war eine kurdische Journalistin und setzte sich für Frauen- und Kinderrechte im Iran ein, weshalb sie  von der dortigen Regierung bedroht wurde. Nachdem sie 2005 zuerst in den Nordirak geflohen war, kam sie 2013 nach Deutschland und lebt nun seit zwei Jahren in Halberstadt. Mit klaren Worten schilderte sie ihre Geschichte den aufmerksamen Schülern und fasste mit dem Satz „Freiheit ist Leben!“ zusammen, weshalb so viele Menschen momentan auf der Flucht sind.

Gemeinsam mit Christopher Bänecke stellten die Schüler das Verhältnis zwischen Bürgern und Flüchtlingen nach. In diesem überspitzten Rollenspiel mussten Einige in die Rolle der Flüchtlinge in Deutschland schlüpfen und hatten die Aufgabe sich auf Asyl zu bewerben. Das Problem war nur, dass alle Dokumente auf Arabisch verfasst waren und deshalb für Ratlosigkeit sorgten. Hinzu kam das realistisch gespielte, unfreundliche Verhalten des Spielleiters, der den Staat verkörperte. Die andere Hälfte der Schüler simulierten die deutschen Bürger, für deren Wohlergehen gesorgt war. Nach Beendigung des Spiels kam es zu einer Auswertung, bei der die Schüler zu der Erkenntnis kamen, dass die Trennung zwischen den beiden „Lagern“ aufgehoben werden und mehr Engagement gezeigt werden müsste. Eine Schülerin sagte dazu: „Die Bürger haben die Macht etwas zu verändern.“
Die dritte Station beinhaltete das „Spiel ums Überleben“. Geleitet von Stefanie Rademacher, nahmen die Schüler fiktive Flüchtlingsidentitäten an und mussten eine Flüchtlingsroute mit Zoll und verschiedenen Ämtern nachverfolgen. Das Ziel war es, Asyl in Deutschland zu bekommen. Bei diesem realitätsnahen Brettspiel merkten die Schüler, wie hart und teilweise ungerecht dieser Weg eigentlich sein kann. Und nicht selten kam es zu hitzigen Diskussionen über das Recht auf Aufnahme.
Kurz vor Ende der Veranstaltung, gab es ein gemeinsames Resümee in der Aula. Die Schüler werteten das Projekt aus und gaben ihre Meinung ab. Insgesamt zeigte sich eine sehr positive Resonanz und die Aufforderung etwas zu tun. Mit vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken gingen die Schüler um 13 Uhr in angeregten Gesprächen nach Hause.

Janice Heinrich und Luca Anna Reichert
Klasse 10a