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Lutherprojekt der 10. und 11. Klassen in Eisleben

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Hic titulus nullius momenti est

Am 16. Februar 2017 fuhren wir, die 10. und 11. Klassen des Gerhart-Hauptman-Gymnasiums in die Lutherstadt Eisleben. Zur gewohnten Zeit um 7.30 Uhr begaben wir uns auf den Weg und erreichten unser Ziel knappe zwei Stunden später. Dort nahmen wir anlässlich des 500. Reformationsjubiläums an mehreren Workshops teil. Bei den Stationen erfuhren wir viel über Martin Luthers früheres Leben und Schaffen.
Zuerst unternahmen wir einen Rundgang durch sein Geburtshaus, bei dem wir von unseren Lehrerinnen Frau Röthing und Frau Lößner begleitet wurden. Dabei sollten in kleinen Gruppen Fragen und Antworten zu verschiedenen Räumen aufgeschrieben werden, welche der späteren Erstellung eines Flyers dienten. In den Ausstellungsräumen wurde den Schülern durch Gebrauchsgegenstände aus dem 16. Jahrhundert das alltägliche Leben Luthers näher gebracht. Außerdem konnte die damalige Wohnung der Familie besichtigt werden. 
In einer zweiten Station erläuterte uns Frau Carstens-Kant traditionelle Taufzeremonien des Mittelalters. Dazu nahm ein Schüler die Rolle des Patenonkels ein, während die anderen den Ablauf gespannt als Taufgemeinschaft verfolgten.

Anschließend daran wurde bei einer Beschäftigung mit Luthers Bedeutung für die Kirchenmusik die Kreativität der Schüler gefordert. Zitate und Lieder wurden umgeschrieben, als Zeichnung aufs Papier gebracht oder musikalisch unterlegt. Elena aus der 10a beeindruckte vor allem, welchen großen Einfluss der Reformator auf die Musik hatte und wie er sie bis heute prägte. Die angenehme Atmosphäre in seiner Gruppe und der Spaß am künstlerischen Arbeiten sagten auch Danilo aus der 11c zu.

Parallel gab es noch drei weitere interessante Angebote.
Dazu zählten ein Vortrag über das Seelenverständnis im Mittelalter und die Auseinandersetzung mit einem zeitgenössischen Brief Luthers. Bei einer gemeinsamen Textanalyse mit den Schülern stellte Herr Ungerade sowohl Licht- als auch Schattenseiten der berühmten historischen Persönlichkeit heraus. Nur wenige Straßen von seinem Geburtshaus entfernt, war auch Luthers Sterbehaus zu finden. Seine Einstellung zum Tod wurde in dort ausgestellten Schriften deutlich.

Luther

Zum Abschluss des Thementages stellten wir uns einer Podiumsdiskussion mit dem Vertreter der evangelischen Kirchen in Sachsen-Anhalt, Herr Steinhäuser, und Frau Grinda vom Landesschulamt in Halle sowie unserem Schulleiter Herr Siedler und zwei Schülervertretern. Die Diskussion, bei der es um Luthers Bedeutung und die Rolle des Religionsunterrichtes in der Schule ging, wurde von Frau Domsgen geleitet. An dieser Stelle möchten wir uns bei ihr für die gelungene Organisation bedanken. Zunächst unterhielten sich die Podiumsteilnehmer über die Bedeutung der Reformation für unser heutiges Leben und den Verlauf der Geschichte. Im Anschluss daran wurden die Schüler angeregt, miteinander ins Gespräch zu kommen. Dabei handelte es sich um die Frage, ob Religionsunterricht in der Schule gerechtfertigt sei oder nicht. Dieses Problem beschäftigte uns auch noch auf unserem Heimweg. Martin aus der 11a, der aktiv an der Auseinandersetzung beteiligt war, empfand es als sehr aufschlussreich, wie sehr die Reformation unser Leben immer noch prägt. Gegen 16.30 Uhr erblickten wir schließlich wieder den heidnischen Blocksberg.

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Lara Maria Frost und Luise Lydia Borchmann, Klasse 11a des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums Wernigerode