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Buenos días Wernigerode! Wiedersehen und Abschiedstränen

An einem Freitagabend um 23 Uhr sollte man meinen, der Wernigeröder Bahnhof sei dunkel, ruhig und unbelebt. So jedoch nicht am 19. August: Nach langem Warten konnten wir spät abends unsere spanischen Austauschschüler aus Palencia wieder in die Arme schließen. Nachdem wir in den Sommerferien 10 Tage bei ihnen verbracht hatten, begann nun der zweite Teil des Austauschs in Wernigerode.
Die folgenden Tage waren ein Rausch an Erlebnissen und neuen Eindrücken, nicht nur für unsere spanischen Gäste. Gleich am folgenden Samstag fuhren wir nach Leipzig, wo wir das „Zeitgeschichtliche Forum“ besuchten und eine auf Spanisch gehaltene Führung durch die Geschichte der DDR erhielten. Gemeinsam erkundeten wir außerdem die Stadt und gingen shoppen. Zurück in WR, ging es abends zum Altstadtfest, zum Riesenrad und Feiern auf dem Marktplatz. Da in Spanien das Frühstück keine große Bedeutung hat, kamen unsere Austauschschüler am Sonntag in den Genuss eines typischen Sonntagsbrunchs. Nachmittags gingen wir in den Miniaturenpark und zeigten die kleinen Sehenswürdigkeiten des Harzes. Außerdem fuhren wir in die Glasmanufaktur nach Derenburg, wo sich jeder seine eigene Kugel blasen konnte.

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Die kommende Woche war eine Mischung aus notwendigem Unterricht und ereignisreichen Nachmittagen: Unsere Spanier begleiteten uns zum Unterricht und erhielten einen Einblick in den anstrengenden Schulalltag, sowie den Ablauf einer Unterrichtsstunde. Wir gestalteten zusammen unsere eigenen Beutel (an dieser Stelle möchte ich anmerken, dass Spanier unglaublich gut malen können ;), fuhren nach Braunschweig in Musical „Hair“, feierten zwei spanische Geburtstage, machten eine Stadtralley durch WR  und gingen gemeinsam bowlen. Außerdem fuhren sie am Mittwoch und Donnerstag allein nach Wolfsburg und Goslar.

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Der nächste Samstag stand uns komplett zur freien Verfügung. Wir nutzten ihn, um den Spaniern verschiedene Städte zu zeigen; so ging es unter anderem nach Erfurt, Dresden oder Bad Harzburg. Am Abend gingen wir noch gemeinsam zum neueröffneten Café im Lustgarten. Der Sonntag war ein sehr heißer Tag – und der Letzte des Austauschs… Wir verbrachten ihn im Freibad. Abends fand außerdem der Abschlussabend statt; wir grillten, sangen zusammen und spielten ein paar Spiele.
Am Montagmorgen brachten wir sie zum Bus, der sie nach Berlin-Schönefeld zum Flughafen fuhr. Beim Abschied flossen viele Tränen, wir umarmten uns lange und versprachen nächsten Sommer wieder nach Palencia zu fliegen! Keiner wollte gehen und wir wollten sie nicht gehen lassen. Doch als der Bus dann doch losfuhr, winkten wir lange hinterher, bevor wir zum zweiten Block in die Schule mussten.