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Vernissage zur Ausstellung über die „Weiße Rose“ in der Wernigeröder „Papierfabrik“

Der Widerstand aus Sicht der Traute Lafrenz

Am Mittwoch, dem 17. Februar 2016, um 19 Uhr, sind alle Kulturinteressierten herzlich in die „Papierfabrik“ (Haus 9, Am Eichberg 1) auf dem Wernigeröder Campus zur Eröffnung der Wanderausstellung „Traute Lafrenz und die Weiße Rose“ eingeladen. Die Schautafeln werden in Zusammenarbeit mit dem Frauenzentrum Wernigerode gezeigt.

Die Ausstellung beleuchtet das Leben der jungen Traute Lafrenz, deren Mitwirken an den Flugblattaktionen der Widerstandsgruppe im Krieg bislang nur wenig Beachtung findet. Bereits als junges Mädchen lauschte sie zusammen mit Mitschüler Heinz Kucharski den Leseabenden von Erna Stahl und engagierte sich später als Medizin-Studentin in der „Weißen Rose“. Ein Studienplatzwechsel im Jahr 1941 an die Universität München brachte die Hamburgerin mit Hans Scholl zusammen, mit dem sie eine enge Freundschaft verband. Als Einzige aus dem Freundeskreis begleitete sie die Familie Scholl zur Beerdigung des Sohnes und der Tochter Sophie, die am 22. Februar 1943 hingerichtet wurden.

Danach verhaftete die Gestapo Traute Lafrenz mehrfach; letztendlich wurde sie am 14. April 1945 durch die amerikanischen Truppen in Bayreuth befreit. Zwei Jahre später emigrierte die Widerstandskämpferin in die Vereinigten Staaten und erinnerte sich: „(…) da wir immer nur mit diesen und nicht mit den vielen Andersdenkenden in Verbindung waren, negierte man die Vielen und baute auf die Wenigen und glaubte sich stark.“

In den USA schloss die heute 96-Jährige das Medizin-Studium erfolgreich ab und leitete von 1972 bis 1994 in Chicago die heilpädagogische „Esparanza School“ für geistig behinderte Kinder. Heute lebt die vierfache Mutter in South Carolina.  

Die Sonderausstellung wurde von dem Weiße Rose Stiftung e.V. in Zusammenarbeit mit Dr. Traute Lafrenz-Page und mit Unterstützung durch die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit konzipiert und ist bis Ende März in der Wernigeröder „Papierfabrik“ (Haus 9, Am Eichberg 1) zu sehen. Die „Papierfabrik“ ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr geöffnet; der Eintritt ist wie immer frei.