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Mit Kunst ein Zeichen setzen

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Wer am vergangenen Samstag, dem 14. 11.2015 in der Wernigeröder Innenstadt unterwegs war, der dürfte etwas höchst Interessantes zu sehen bekommen haben – einen COOP-Walk. Diese Aktion lief im Rahmen einer Wernigeröder Initiative, die sich mit den Themen Flüchtlingshilfe, Rassentoleranz und nahöstliche Kultur befasst.

Kurz zur Erklärung – eine solche Aktion, die man auch mit „Gemeinschaftslauf“ übersetzen kann, ist eine Form der „Darstellenden Kunst“, deren Zweck es ist, eine bestimmte Botschaft zu übermitteln. Die Künstler stellen sich in einer Schlange hintereinander auf. Jeder verfügt über ein Schild oder Banner. Der Vorderste präsentiert seinen Schriftzug und spricht dazu. Nach einiger Zeit geht derjenige am Ende der Schlange nach vorn und folgt dem Beispiel des anderen. So bewegt sich die Kette stückweise vorwärts.

Wir versammelten uns gegen 14:00 auf dem Marktplatz, teilten uns in drei Gruppen auf, die vom Westerntor, vom Kleinsten Haus und vom Eiscafe Venezia aus zum Rathaus marschierten. Bei den Teilnehmern handelte es sich um einen losen Zusammenschluss von Künstlern und Aktivisten, denen die Flüchtlinge am Herzen liegen. Unsere Kunstlehrerin Frau Ganske, die uns zu dem Projekt inspiriert hat, Monique und Josephine aus der Oberstufe vertraten das GHG.

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Ihnen muss Hochachtung gezollt werden, denn nicht jeder würde an einem Samstag bei scheußlich kaltem Wetter in die Innenstadt fahren, um seine Meinung über Flüchtlinge zu äußern, die Aufmerksamkeit der Passanten zu erregen und die eine oder andere Beleidigung zu ernten. Wer nie bei einem COOP-Walk dabei war, für den ist es eine schwer nachzuempfindende Situation. Erst recht, wenn man schüchtern ist. Als Walker zeigst du deinen Slogan und sagst Parolen. „Kein Mensch ist illegal; Für einen toleranten Harz; Kunst gegen Rassismus; Toleranz gegenüber Flüchtlingen; Wir sind die Jugend, und wir sind tolerant; Wir Menschen sind eine Einheit!“ und noch zahllose andere Äußerungen.

Es mag befremdlich klingen, von allen angestarrt zu werden, und doch ist es ein sehr wirkungsvolles Mittel, seine Ansichten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir haben die Menschen auf der Straße innehalten lassen. In der einen Stunde, in der wir unter dem kalten Himmel demonstrierten, haben sie unsere Schilder gelesen, unsere Statements gehört, mit uns gesprochen. Viele sagten uns, wir täten das Richtige. Das gab uns den Mut, weiterzugehen. Und einen weiten Weg haben wir noch vor uns.

Pauline Neuholz Klasse 11d Gerhart-Hauptmann-Gymnasium